Dr.med.dent. Daniel Kammermann, Zahnarzt SSO/SGZM, Seestrasse 3,3700 Spiez
Tel 0041 33 654 52 54, Fax 0041 33 654 52 69, email Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.kammermannzahnarzt.ch
Patienteninformation
Amalgam
Selten hat ein Thema in der Medizin derart polarisiert wie die Diskussion um die Frage, ob Amalgam als Füllungsmaterial noch verwendet oder gar verboten werden soll. Dank der Entwicklung von anderen klinisch erprobten, zahnfarbenen Materialien ist es heute möglich, alle früher gezwungenermassen mit Amalgam ausgeführten Arbeiten ohne das umstrittene Material auszuführen. Obschon sich die Schulzahnmedizin lange gegen den Ersatz von Amalgam gewehrt hat, wird die Methode nicht mehr gelehrt an den schweizerischen Universitäten, unter anderem mit der Begründung, das Material sei von den Patienten nicht mehr gewünscht, weil es hässlich silberfarben aussieht! Trotzdem wird es aber immer noch reichlich in die Zähne gestopft; ein Verbot ist nicht absehbar, obschon in anderen Branchen quecksilberhaltige Stoffe und Medikamente längst verboten sind. Ich erinnere an die 2006 lancierte Kampagne des Bundesamtes für Umwelt für den Rückruf von quecksilberhaltigen Messgeräten wie Fieberthermometer und Blutdruckmessapparate.
Glücklicherweise gehört es heute zum guten Image einer Zahnarztpraxis, wenn das Material nicht mehr verwendet wird. Trotzdem ist die Problematik von Amalgam nicht verschwunden, denn es sind Millionen von Füllungen in den Zähnen von einem sehr hohen Prozentsatz der Schweizer Bevölkerung und diese Tatsache ist es wert, jahrelange Erfahrungen von ganzheitlich arbeitenden Zahnärzten bei dem Ersatz von Amalgamfüllungen zu berücksichtigen.
Folgende Tatsachen sind für eine Entscheidungsfindung wichtig:
Amalgam besteht zu 50% aus einem hauptsächlich aus Silber bestehenden Pulver (Feilung genannt) und aus 50% Quecksilber. Beides intensiv vermischt ergibt eine metallische Paste, welche bei Raumtemperatur plastisch verarbeitetet werden kann bevor sie unter Expansion erhärtet
Quecksilber ist sehr toxisch für alle Lebewesen; im Amalgam ist es gebunden, sofern die Füllungen mechanisch nicht beansprucht werden (was natürlich beim kauen nicht der Fall ist!)
Quecksilber verdampft bei Raumtemperatur; vor allem beim Legen von Füllungen und beim Herausbohren entstehen massiv Dämpfe, welche über die Schleimhäute und die Lungen zu 80% aufgenommen werden. Verschlucktes Quecksilber dagegen wird nur zu einem geringen Anteil vom Körper aufgenommen
Da sich die Füllungen im speichelfeuchten Milieu befinden und sich fast immer verschiedene Legierungen gleichzeitg im selben Mund befinden, ist es nicht zu vermeiden, dass durch galvanische Prozesse Metallionen aus den Füllungen gelöst werden und so ins Körperinnere gelangen. Die Entgiftungsmechnismen des Menschen sind nicht so programmiert, dass Metalle problemlos ausgeschieden werden können. Es kommt also zur Ablagerung in verschiedenen Organgeweben (vornehmlich Gehirn, Nieren, Leber und Darm).
Speichel von Amalgamträgern enthält mehr oder weniger Quecksilber je nach Grösse und Zustand der Füllungen; rechnet man die täglich verschluckte Gesamtmenge um auf die Empfehlungen der WHO (ADI=45 mikrogramm pro Tag), ist die aufgenommene Menge meist höher. Mit anderen Worten: würde das Trinkwasser gleichviel Quecksilber enthalten wie der Speichel der meisten Amalgamträger, müsste die Wasserversorgung schnellstens abgestellt werden!!
Vorallem Quecksilber hat eine starke Affinität zu Proteinen und blockiert dort die sog. Sulfhydrilbrücken, was wichtige Enzyme (Stoffwechselkatalysotoren) biologisch inaktiv macht (zB das Enzym Guthathionperoxydase, essentiell im Energiestoffwechsel!)
Quecksilber blockiert die Bindestellen für Sauerstoff im Hämoglobin der roten Blutkörperchen
Quecksilber verändert schon in geringen Mengen die Zusammensetzung der im Darm natürlicherweise vorkommenden, für eine normale Verdauung notwendigen Bakterien. Quecksilberhaltige Abfälle dürfen übrigens nicht ins Abwasser geraten, da sonst die Bakterienkulturen der Abwasserreinigungsanlagen zugrunde gehen. Die Landwirte dürfen deshalb nicht mehr mit Klärschlamm düngen, da dieser trotz Abscheidevorrichtungen in Zahnarztpraxen seit Ende der 80er Jahre immer noch zuviel Quecksilber enthält!
Studien von Lorscheider belegen, dass unter dem Einfluss von subtoxischen Quecksilberbelastungen sich krankmachenden Keime so verändern können, dass sie gegen Antibiotika resistent werden ( sog. Hospitalismus )
Der einzige Luftschadstoff, der bei der Inbetriebnahme der KVA in Thun problematisch war, ist Quecksilber! Krematorien sind übrigens auch Quecksilberschleudern, die längst saniert werden sollten!
In Wimmis entsorgt die Firma Batrec mit sehr viel Aufwand quecksilberhaltige Abfälle; im Mund von vielen Menschen darf es aber nach wie vor Quecksilberdepots haben!
Warum sind nicht mehr Leute krank bei soviel Belastung durch Quecksilber? Gibt es eine Quecksilberkrankheit, die behandelt werden kann?
Solche Fragen beschäftigen viele Menschen, welche Amalgamfüllungen haben bzw. hatten.
Hier gilt vorallem : bitte keine Panik !
Als Leser dieser Zeilen haben Sie sich Gedanken gemacht über Ihre Amalgamsituation. Wir können Ihnen zur besseren Einschätzung folgende klärende Teste und Untersuchungen anbieten.
Speicheltest
Der Speichel von Menschen mit Amalgamfüllungen enthält (obschon lange bestritten von der Schulmedizin) mehr oder weniger Quecksilber. Mit modernen Methoden kann man dies labortechnisch messen. Der Test kann zuhause in aller Ruhe gemacht werden; Sie müssen lediglich zwei Speichelproben ( Ruheprobe und eine Vergleichsprobe unter Kaubelastung mit Kaugummi ) einschicken. Das Resultat wird Ihnen per Post zugeschickt. Kosten ca. Fr.40.-- plus Laborkosten ca Fr.100.--; Laborrechnung kommt direkt an Sie.
Dieser Test ist rein quantitativ und sagt nichts darüber aus, ob und wie Sie unter der gemessenen Giftmenge leiden! Ähnlich wie bei der Raucherproblematik können Menschen unterschiedlich gut umgehen mit toxischen Belastungen! Eine Schädigung der Darmflora mit allfälliger Auswirkung auf die Verdauung ist aber in jedem Fall gegeben!
Bitte verlangen Sie bei der Untersuchung diesen Test; wir werden Ihnen dann die notwendigen Materialien und Unterlagen mitgeben.
Was eigentlich mehr interessiert ist die Frage, inwieweit das Quecksilber krank macht. Schulmedizinisch gibt es keine anerkannten direkten Auswirkungen! Dies liegt wohl daran, weil jedes Individuum auf einer anderen Ebene auf toxische Belastungen reagiert. Häufige Symptome sind Unruhe, Vergesslichkeit, häufige Erkältungen, Muskel-und/oder Gelenkschmerzen, abnehmende Leistungsfähigkeit u.v.a.. Zur Klärung, ob Sie allenfalls Symptome aufweisen, die mit der Quecksilberbelastung zusammenhängen steht uns ein
Fragebogen
über die möglichen Symptome des Amalgamsyndroms zur Verfügung. Bitte verlangen Sie dieses Dokument bei uns. Füllen Sie es aber ganz spontan ( das heisst ohne lange zu studieren ) aus und geben Sie es bei der nächsten Sitzung zuhanden Ihrer Krankengeschichte wieder ab. Am besten ist die Aussage dieses Fragebogens, wenn man die Antworten am Anfang mit denen nach Abschluss einer Sanierung vergleichen kann.
Schulmedizinische Untersuchungen
Eine echte Allergie gegen Quecksilber oder andere Bestandteile des Amalgams ist recht selten. Ein dermatologischer Hauttest ist also meist kaum aussagekräftig, besonders auch deshalb, weil die Fortsätze der Nervenzellen (Dendriten), welche eine allergische Kontaktreaktion mit dem zu testenden Stoff auslösen sollen auf der Haut anders reagieren als auf den Schleimhäuten im Mund!!
Bedeutend aussagekräftiger ist ein sog. Lymphozytentransformationstest, bei dem es um die Feststellung geht, ob die für die Abwehr relevanten weissen Blutkörperchen bereits sensibilisiert sind auf einen Schadstoff wie Quecksilber. Tatsächlich weisen viele Menschen eine solche Sensibilisierung auf verschiedene Metalle auf, was ein Risiko für die Verwendung weiterer Metalleim Mund darstellt. Diese Teste sind aufwendig; es gibt kein Labor in der Schweiz, das diese Tests routinemässig zu vernünftigen Bedingungen anbietet.
Blutuntersuchungen: es kann der Quecksilbergehalt des Blutes bestimmt werden. Dies ist wenig sinnvoll, bzw. nur in akuten Fällen von Quecksilbervergiftung sinnvoll, da in chronischen Fällen wie eben der Amalgambelastung der Körper Quecksilber sofort aus dem Blut ins Gewebe verschiebt um eine Blockierung der Sauerstoffbindung der roten Blutkörperchen zu verhindern.
Mobilisationstest mittels DMPS/DMSA: es gibt Medikamente ( sogenannte Chelatbildern ), die mit Schwermetallen wie Quecksilber chemische Komplexe bilden, welche über die Nieren ausgeschieden werden. Bei diesem Test erhält der Proband nach Entnahme einer Urinprobe (Nullprobe) ein Medikament in Tablettenform, das die Schwermetalldepots im Körper zum Teil bindet und zur Ausscheidung bringt. Während vier Stunden nach der Einnahme wird der Urin gesammelt und die ausgeschiedene Quecksilbermenge bestimmt. Anhand der Höhe der Menge kann man auf die Grösse der im Körper vorhandenen Giftdepots schliessen. Das Resultat ist wie beim Speicheltest rein quantitativ und sagt wenig aus über die sog. Subsceptibilität ( Empfindlichkeit gegenüber eines Stoffes ) aus. Der Test sollte meines Erachtens nicht diagnostisch gemacht werden solange sich Amalgame im Mund befinden. Für die Unterstützung der Ausscheidung nach der Entfernung der Amalgame kann die Chelattherapie für schlechte Ausscheider jedoch von Nutzen sein. Allerdings darf die Nierenfunktion in keiner Weise beeinträchtigt sein, da bei dieser Therapie beträchtliche Mengen Quecksilber mobilisiert werden.
Um abzuschätzen, wie stark und auf welcher Ebene ein Mensch auf den Einfluss des Quecksilbers reagiert muss man
Komplementärmedizinische Methoden zu Rate ziehen.
Elektroakupunktur/Auriculomedizin: Wird ein Proband mit einem Schadstoff oder einer homöopathischen Verdünnung desselben konfrontiert, dann verändern sich die Messwerte an den Endpunkten der Meridiane, bzw. die Qualität des Pulses verändert sich. Diese Phänomene können für diagnostische Aussagen herangezogen werden. Beide Methoden erfordern eine langjährige Erfahrung des Therapeuten.
Bioresonanz bzw.Biophysikalische Informationstherapie BIT: mittels therapeutischer Schwingungstherapie wird auf Körper-und Organbelastungen geschlossen. Meines Erachtens sollte diese Therapie auch erst angewendet werden, wenn alle Amalgamfüllungen aus dem Mund entfernt sind. Nach meiner Erfahrung vermute ich, dass die Therapie die Durchlässigkeit von Organzellmembranen für Schadstoffe verändern ( vergrössern! ) dürfte, was einer Ausscheidung zuwider laufen könnte!
Kinesiologie: Das autonome Nervensystem des Menschen ist ein äusserst empfindliches Messsensorium. In der Kinesiologie macht ein Therapeut sich dies zunutze, indem er prüft, ob ein Muskel normal „anspringt“ ( stark ist ), wenn der Proband zB mit einer Ampulle eines Schadstoffes in Kontakt kommt. Aus diesen kinesiologischen Tests hat Raphael van Assche den sog. Armlängenreflextest ( ALR ) entwickelt. Dabei wird unter Ausschaltung des Bewusstseins (der Proband liegt auf dem Rücken und der Tester zieht dessen Arme nach hinten unter Beobachtung der Armlängen ) durch Auflegen von Testampullen diagnostisch Rückschluss gezogen, je nachdem ob sich die Längen der Arme verändern.
Decoderdermographie: ähnlich einem EKG können vom Körper Spannungen zwischen den Extremitäten abgeleitet werden. Dies ermöglicht diagnostische Rückschlüsse darauf, ob alle Regulationsvorgänge im Körper normal ablaufen oder eventuell beeinträchtigt oder gar blockiert sind. Durch Auflegen von Gegenmitteln zu Quecksilber kann festgestellt werden, ob sich die Regulation verbessert. Dieses Verfahren ist sehr wertvoll zu Beginn einer Sanierung, da es einen Überblick über das „Terrain“ des Probanden gibt. Stark regulationseingeschränkte Menschen sollte nur ganz behutsam behandelt werden, da es sonst zum Kollaps der Ausscheidungsmechanismen kommen könnte.
Resonanzteste: jeder Mensch hat ein individuelles Energiefeld um sich herum ( Aura, Mikrowellenfeld ). Unter Konfrontation des Probanden mit unterschiedlichen Testampullen und mit Hilfe geeigneter Instrumente ( Antennen ) ist es möglich, anhand des Resonanzphänomens („Gleichschwingung“ ) diagnostische Aussagen zu machen.
Bestimmung des sog. isopathischen Umkehrwertes ( nach Schlosser, modifiziert nach Kammermann ) : Legt man nacheinander Ampullen mit zunehmender homöopathischer Verdünnung eines Schadstoffes ( zB Quecksilber ) auf den Probanden, stellt man plötzlich fest, dass die Armlängen sich bei einem bestimmten Wert verändern bzw. dass eine Resonanz eintritt. Die entsprechende Verdünnung ( Potenz ) ist der sog. isopathische Umkehrwert; es ist quasi ein Mass für die Kompetenz des Körpers, mit Quecksilber umgehen zu können. Ein hoher Wert bedeutet eine geringe Kompetenz dh. die Belastung ist bereits stark chronisch. Würde man im übertragenen Sinn diese Feststellung auf das Gehör beziehen, würde dies bedeuten, dass der Proband schwerhörig ist.
Zusätzlich bestimme ich neuerdings einen zweiten Wert unter Beeinflussung des Probanden durch eine Ampulle Koriandertinktur ( Koriander verändert nach Prof.Omura die Durchlässigkeit von Membranen für Schadstoffe, zB bei der Blut-Hirnschranke ). Dies lässt Rückschlüsse über das Konzentrationsgefälle zwischen „innen“ und „aussen“ zu und ermöglicht eine gezieltere Ausscheidungprognose bzw. –therapie.
Herdabklärung: Mittels oben beschriebenem Armlängenreflextest nach van Assche (ALR ) kann generell abgeklärt werden, ob, wie stark und durch welche Belastungen der Körper des Probanden beeinflusst wird. Diese Abklärungen sind umfassender und folgen meist erst dann, wenn die Sanierung der Amalgambelastung noch nicht den erwünschten Erfolg gebracht hat.
Was kann nun getan werden, wenn die beschriebenen Untersuchungen Hinweise liefern, dass das Quecksilber aus den Amalgamfüllungen ein ernsthafter Teil des Gesundheitsrisikos der Patienten ist? Es gilt hier noch einmal:
Keine Panik !
Aber es gilt ebenso folgendes zu bedenken:
Eine bestimmte Belastung mit Schadstoffen ( im hier diskutierten Fall Quecksilber ) ergibt sich nicht von gestern auf heute, sondern schaukelt sich über Jahre auf bis zu einem Ausmass, wo langsam Symptome vor allem chronischer Art auftreten. Das Ausmass der Belastung ist einerseits abhängig von der täglichen Zufuhr vorangehender Jahre, aber auch wesentlich von der Fähigkeit des betroffenen Menschen, mit der Belastung umgehen zu können. Jeder Mensch hat eine bestimmte Entgiftungskapazität, um sein „Fass“ nicht überlaufen zu lassen. Quecksilber ist nicht der einzige Stoff, der das „Fass“ äufnet; aber die Schwermetalle sind schwierig auszuscheiden und lassen das „Fass“ schneller voll werden!
Selbst wenn man sich entscheidet, eine Amalgamsanierung durchzuführen, dh den täglichen Nachschub an Quecksilber zu stoppen, kann es Jahre dauern, bis der Körper die bestehenden Depots ausgeschieden hat. Die Halbwertszeit für Quecksilber soll 18 Jahre betragen, dh wenn man heute die Menge X hat, vermag der Körper die halbe Menge in 18 Jahren zu eliminieren, vorausgesetzt, es gibt keinen Nachschub! Ganz vermeiden können wir aber die Aufnahme von Quecksilber auch ohne Amalgam im Mund nicht ganz: denken Sie an den Quecksilbergehalt von Meerfischen und Meeresfrüchten und an die Luftbelastung ( Kre-matorien und Kehrichtverbrennungsanlagen!! ). Jede Entgiftungstherapie braucht daher vor allem viel Zeit.
Das Herausbohren der Amalgamfüllungen stellt eine nicht zu unterschätzende zusätzliche Belastung mit Quecksilber(dampf) dar. Jede Sanierung sollte also unter Berücksichtigung der bestehenden Belastung erfolgen, um ein Überlaufen des „Fasses“ tunlichst zu vermeiden!
Aus all diesen Überlegungen ist in meiner Praxis über Jahre hinweg ein
Amalgamsanierungskonzept entstanden. Es beinhaltet ein gezieltes und konsequentes Vorgehen unter Berücksichtigung der individuell unterschiedlichen Möglichkeiten des Körpers mit toxischen Stoffen umzugehen und der individuell unterschiedlichen Ausscheidungskapazität. Das Konzept beruht auch auf der Annahme, dass durch gezielte Eliminierung verschiedenster Belastungsfaktoren der Körper wieder genügend Heilkapazität hat, um das Wohlbefinden wieder ins Lot zu bringen. Als Unterstützung der natürlichen Gesundung werden ausschliesslich natürliche Heilmittel eingesetzt ( Phytotherapeutika, Spurenelemente, Schutzstoffe usw.). Chemische Arzneien sind jedoch als Ergänzung in seltenen Fällen zusätzlich notwendig.
Die am häufigsten verwendeten Mittel sind:
Chlorella Tabletten oder Kapseln
Es gibt diverse Arten dieser winzigen, einzelligen Süsswasseralgen, welche es seit Milliarden Jahren auf der Erde gibt! Algen sind sozusagen Urnahrung für den Menschen, da wir wahrscheinlich entwicklungsgeschichtlich einmal den Schritt vom Wasser ans Land gemacht haben. Diese spezielle Algenart hat die Fähigkeit, toxische Schadstoffe wie Schwermetalle vor allem im Darm zu binden ( Bildung von sog. unlöslichen Chelaten ) und zur Ausscheidung zu bringen. Für diese Eigenschaft ist der hohe Gehalt ( über 3% ) an Chlorophyll verantwortlich. Dieses „Blattgrün“ hat eine dem Blutfarbstoff Hämoglobin ähnliche chemische Struktur mit dem Unterschied, dass es anstatt Eisen Magnesium enthält. Die gesundheitliche Wirkung von Chlorophyll ist vielfältig: antioxidativ, antibakteriell, blutbildend durch Verbesserung der Eisenaufnahme und zellwachstumsfördernd. Im übrigen enthalten diese Mikroalgen zu ca 60% Eiweiss, 8% Fett, 20% Kohlehydrate, Wasser und Ballaststoffe. Damit sind sie eine ideale Quelle für essentielle Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe/Spurenelemente.
Die auf dem Markt erhältlichen Qualitäten sind sehr unterschiedlich je nach dem, wo die Algen wachsen bzw. gezüchtet werden. Leider sind die Preise für gute Ware recht hoch; wir haben für Sie nach langem suchen gute Qualität zu einem reellen Preis gefunden.
Bärlauch ( Allium ursinum ) Tinktur oder Frischblatt-Granulat Kapseln
Diese einheimische Pflanze ist ein echter Frühlingsbote in schattigen Wäldern mit feuchtem und humusreichen Boden. Bärlauch gehört zu den Lauchgewächsen und ist somit dem Lauch, Knoblauch und Schnittlauch verwandt. Schon die Germanen haben beobachtet, dass die Bären nach entbehrungsreichem Winterschlaf ihren Körper im Frühling durch das Fressen frischer Bärlauchblätter entschlacken und dadurch stärken. Daher der Name der Pflanze.
Bärlauchblätter enthalten die höchste je in Pflanzen festgestellte Konzentration an Schwefelverbindungen, Magnesium, Mangan, Adenosin ( erweitert die Gefässe! ) und auch Eisen. Die Schwefelverbindungen ihrerseits sind natürliche Formen wichtiger Stoffwechselfaktoren wie Glutathion ( die wichtigste, essentielle intrazelluläre Schwefelverbindung mit antioxidativer Wirkung! ), Cystein ( bed. essentielle Aminosäure, mit Glutathion zusammen elementar für die Entgiftung toxischer Produkte in der Leber!). Im weiteren enthält Bärlauch sog. Sulfensäuren, die im Darm antibakteriell und antimykotisch ( gegen Pilze, meist vorhanden bei Quecksilberbelastung! )wirken.
Die therapeutische Wirkung umfasst eine Steigerung der Blutzirkulation ( sehr wichtig für den Abtransport von Schadstoffen! ),Prophylaxe der Arteriosklerose, Wiederherstellung des Gleichgewichts der natürlichen Darmflora, Überführung fettlöslicher Schadstoffe in eine nierengängige Form und allgemeine Immunstimulation.
Wichtig: Obschon Bärlauch noch mehr Schwefelverbindungen als Knoblauch enthält, ist nach der Einnahme meist kein Mund-oder gar Körpergeruch festzustellen; wahrscheinlich wegen des hohen Chlorphyllgehalts von Bärlauch! Zudem ist Bärlauch für Mitteleuropäer offenbar verträglicher als Knoblauch, dh allergische Reaktionen auf Bärlauch sind im Gegensatz zu Knoblauch nicht existent in unseren Breitengraden!
Heilerde Kapseln oder Pulver
Seit Jahrtausenden wussten die Menschen um die heilbringende Wirkung von spezieller Erde. Namen wie Kneipp, Just oder Felke sind fest verbunden mit verschiedensten Therapien mit Heilerde, welche intern oder auch extern ( zB in der Kosmetik ) angewendet werden kann.
Heilerden bestehen aus Gesteinsstaub, der in der letzten Eiszeit ( also vor über 10000 bis 1000000 Jahren! ) entstanden ist. Je nach Herkunft gibt es unterschiedlich farbige Erden. In der Schweiz ist es meist die braune Heilerde aus dem sog. Löss ( berndeutsch „Lätt“ ); in Frankreich kennt man auch grüne Heilerde ( argile verte ). Die durch Mahlen der Erde entstandenen Gesteinskörnchen sind äusserst klein ( 1 Tausendstelmillimeter ) , was in Pulverform eine riesige Oberfläche ergibt und so im Darm eine Bindung von Schadstoffen ermöglicht. Selbstverständlich wird Heilerde sterilisiert bevor sie in den Verkauf kommt.
Zusammensetzung: Kieselsäure ca 60% in Form von Quarz, bzw.kieselsauren Salzen; kein lebender Organismus kommt ohne diese Ursubstanz aus. Im weiteren enthält Heilerde vor allem wichtige Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Mangan und weitere Spurenelemente wie Kalium, Kupfer usw.
Therapeutische Wirkung: Regulierung des Säure-Basen Gleichgewichts, Bindung von Magensäure, Bindung von Gallensäuren im Darm ( daher cholesterinsenkend! ), Reinigung des Darmtraktes durch Bindung von Schadstoffen und Darmgiften, kombiniert mit einer Nahrungsumstellung ein ideales Mittel bei Verstopfung, Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall.
Heilerde unterstützt die Abfuhr des „Kehrichts“, der von Chlorella bzw. Bärlauch bereitgestellt wird.
Ablauf einer Amalgamsanierung
Eine konsequente Sanierung gliedert sich in:
- Entlastung – mechanische Sanierung – Ausleitung
In der Folge erfahren Sie, was darunter zu verstehen ist bzw. wie man allenfalls in Ihrem Fall vorgehen müsste.
Entlastung
Jeder Mensch hat eine individuell verschieden hohe und unterschiedlich vielfältige Entgiftungskapazität. Unser Körper muss sich 24 Stunden am Tag mit den verschiedensten Fremdstoffen wie Luftschadstoffe, Konservierungsmittel, Herbizide/Pestizide, Feinstaub, Allergene u.v.a.m. auseinander setzen. Viele Menschen sind diesbezüglich an ihrer Grenze angelangt; neue Belastungen führen daher rasch zum Überlaufen des berühmten Fasses. Die mechanische Entfernung von Amalgamfüllungen verursacht eine nicht zu unterschätzende Mehrbelastung mit Quecksilber(dampf). Um den Patienten dadurch nicht in eine gesundheitliche Krise zu versetzen, gilt es die vor der Sanierung bestehende Belastung zu reduzieren, dh die Entgiftung zu beschleunigen. Der kritische Umkehrwert für grünes Licht bei der Sanierung ist D400. Ist der Wert höher muss zuerst entlastet werden. Dies braucht vor allem Zeit und eine gewisse Disziplin.
Zu einer Entlastung gehört selbstverständlich ein regelmässig guter Stuhlgang. Wer verstopft ist oder nicht jeden Tag seinen Darm entleeren kann, darf nicht saniert werden! Einfache Tips, wie man die Verdauung normalisieren kann sind: essen Sie viel Ballaststoffe ( zB Leinsamen, Sesam, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne mit etwas Schafjoghurt ( neuerdings auch bei Coop erhältlich! ) und vielen Früchten am Morgen; viel Gemüse und Salate tagsüber ); wenn es mal nicht klappt mit der Verdauung helfen getrocknete Pflaumen und/oder Obst (Birnen)saft ( aber bitte nicht aus Konzentrat und ohne Zusatz von Pektin E 440 !!! ); geht es mal fast zu rasch mit der Darmentleerung helfen dunkle Schokolade und Bananen.
Überhaupt ist eine gesunde Ernährung Voraussetzung für eine erfolgreiche Gesundwerdung ( Salutogenese ). Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt 5 ( fünf!! ) Portionen Früchte/Gemüse/Salat am Tag. Hand aufs Herz: wieviel essen Sie davon? Die Durchschnittsernährung in unserer Gesellschaft krankt selber an zuviel Zucker, zuviel und falsches Fett und zuviel Kalorien. Versuchen Sie vor allem den raffinierten, weissen Zucker auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Zucker ist ein echtes Suchtmittel und führt zur Übersäuerung des Körpers mit anschliessendem Mineralienmangel. Leider ist Zucker auch ein Konservierungsmittel ( denken Sie nur an die Konfiture und den Sirup ) und muss nicht überall deklariert werden. Unsere industrialisierte Kost ( Fertigprodukte ) ist wahrlich verseucht von Zucker. Dabei ist der raffinierte weisse Zucker absolut nicht notwendig für eine gute Ernährung! Dasselbe gilt für die raffinierten weissen Mehle. Vermeiden Sie überhaupt industriell verarbeitete Nahrungsmittel und ziehen Sie natürlich belassene Lebensmittel vor. Merken Sie sich: alles was viereckig und rund verpackt auf den Gestellen der Nahrungsmittelgeschäfte steht, ist als Lebensmittel nur noch ein Bruchteil dessen wert, was es vor der industriellen Verarbeitung war.
Zusätzlich kann eine Entlastung durch die Einnahme von Heilerde, Chlorella und Bärlauchtinktur erreicht werden. Beginnen Sie mit der Einnahme von Heilerde ( dreimal täglich 2 Kapseln vor dem Essen ) während einer Woche. Anschliessend ergänzen Sie mit Chlorella ( 5-10 Tabletten zu jedem Essen ) und Bärlauchtinktur ( 5-10 Tropfen pro Mahlzeit, kann zB als Gewürz auf Salat oder Gemüse getröpfelt werden ). Sollte die Einnahme zu Übelkeit führen, versuchen Sie die Dosis von Chlorella zu erhöhen ( sie haben richtig gelesen: erhöhen ) ! Sollten die Entlastungs-mittel trotzdem zu starkem, nicht aufhörendem Durchfall oder zu Erbrechen führen, ist Ihre Entgiftung wahrscheinlich blockiert. In diesem Fall müssen Chlorella und Bärlauch sofort abgesetzt werden; jetzt sollte Heilerde aber eine Woche lang alleine eingenommen werden. Melden Sie sich in diesem Falle in der Praxis; sie werden anschliessend eine Dosis einer homöopathischen Nosode erhalten, wonach Chlorella und Bärlauch normalerweise wieder gut vertragen werden. Diese Behandlungsphase sollte ergänzt werden durch die Einnahme von pflanzlichen Mitteln, welche die Ausscheidungsorgane unterstützen ( „Entgiftungsmix“). Alle Mittel sind solange einzunehmen, bis der Umkehrwert sich auf einen akzeptablen Wert verbessert haben ( weniger als D400 ). Erst dann ist es erlaubt, Amalgamfüllungen rauszubohren, dh es folgt die
2. Mechanische Sanierung
Beim Herausbohren der Füllungen müssen der Behandelte und die Behandelnden vor den entstehenden Quecksilberdämpfen geschützt werden! Es gibt dafür spezielle Absaugkanülen mit Plastikmanschetten, welche über einzelne Zähne gestülpt werden. Wichtig: während der ganzen Zeit des Herausbohrens muss die absaugende Assistentin das Saugvakuum aufrecht erhalten, auch wenn der Zahnarzt das Bohren unterbricht! Quecksilberdämpfe sind glücklicherweise schwerer als Luft und werden so wirksam abgesaugt bevor sie über die Schleimhäute oder die Atemluft aufgenommen werden. Hochtouriges Bohren mit Turbinen u.ä. ist zu vermeiden weil dadurch trotz Kühlung eine zu hohe Temperatur und damit zu hohe Dampfbelastung entsteht!
Es empfiehlt sich, unmittelbar vor und nach der Behandlung je ca. 20 Tabletten Chlorella einzunehmen. Nehmen Sie also Ihre Entlastungsmittel zur Behandlung mit.
Die weit verbreitete Anwendung einer dünnen Latexfolie ( Kofferdam ) als Abdeckung ist sicher nicht falsch. Es ist jedoch zu bedenken, dass Latex für Quecksilberdampf durchlässig ist und dass hinter und unter dem Kofferdam ein gezieltes genügend starkes Absaugvakuum kaum möglich ist. Zudem reichen Amalgamfüllungen meist bis unter das Zahnfleisch, wo der Latex nur schlecht oder nicht angelegt werden kann!
Der Entscheid, die Amalgame zu entfernen, erfordert auch die vorgängige Auswahl eines Füllungsmaterials, das anstelle des Amalgams verwendet werden soll. Vorgesehene Materialien sollten unbedingt auf Verträglichkeit geprüft werden. Oft ist es nicht möglich, ein wirklich gut verträgliches Material zu finden, weil der Körper des zu Behandelnden noch zu stark durch das Quecksilber belastet ist. In diesem Fall ist eine zwischenzeitliche, provisorische Versorgung mit einem Zementmaterial vorzusehen. Wenn die Amalgame entfernt sind und der Körper später entgiftet ist, finden sich in der Regel diverse verträgliche Materialien.
3. Ausleitung
Ausleitung bedeutet, Schadstoffe gezielt den körpereigenen Entgiftungsmechanismen zuzuführen und zur Ausscheidung zu bringen. Die Einnahme von pflanzlichen Essenzen, welche die Ausscheidungsorgane ( Leber, Darm, Niere und Haut ) unterstützen ist zu empfehlen. Fragen Sie nach unserem „Entgiftungsmix“. Es empfiehlt sich im Sinne einer Sanierung wirklich alle Amalgame zu entfernen. Nur so erreicht man eine Situation, wo der Körper bestehende Depots abbauen kann. Um den Nachschub an Quecksilber zu minimieren, ist es ratsam Meerfische und Meeresfrüchte möglichst zu meiden. Es ist bekannt, dass diese recht hohe Quecksilbermengen enthalten.
Die Einnahme von Chlorella und Bärlauch ist fortzuführen. Auch Heilerde ist ein Segen für die Entgiftung, übrigens nicht nur bezüglich Schwermetallen, sondern allgemein und besonders auch für Verdauungsgifte.
Eine regelmässige Überprüfung der Umkehrwerte ( etwa alle drei Monate ) ist ratsam. Falls sich die Werte nicht dauernd nach unten bewegen, sind spezielle Therapien vorzusehen. Alle Massnahmen, die einer Entgiftung dienen sind empfehlenswert ( zB. Sauna, Schröpfen, Lymphdrainage usw.).
Beim Auftreten von Blockaden ist eine Nachtestung unumgänglich. Sehr oft sind die Einnahme von orthomolekularen Stoffen ( Vitamine, Schutzstoffe, Aminosäuren u.a.m. ) notwendig.
Eine wirksame Ausleitung von Schadstoffen erfordert vorallem viel Geduld und unetrschiedlich viel Zeit. Oft treten wirklich markante Verbesserungen des körperlichen Wohlbefindens erst nach mehr als einem Jahr auf.
Also: bitte Geduld!


